Projekte


Strukturen der Natur

Wenn wir uns in der Natur bewegen, Blüten bewundern, Tiere beobachten, bemerken wir bisweilen Regelmäßigkeiten, Formen, Verhältnisse, die faszinieren. Die Evolution hat hier wahre Wunder vollbracht, in der belebten und in der unbelebten Natur. Sie kommen in Steinen, Mineralien, eben in Blüten und Pflanzen, aber auch in der Tierwelt vor. Selbst die Wissenschaft befasst sich damit und versucht, Formeln und Bezeichnungen zu finden.

Das ist auch mir immer wieder aufgefallen und hat dazu geführt, näher hinzuschauen und daran zu arbeiten, immer wieder neue Motive zu finden, zu fotografieren und genau diese Strukturen in den Blickpunkt zu rücken.

Nachfolgend zeige ich einige Aufnahmen aus dem bisher angesammelten Portfolio.


Über die Schönheit des Vergehens

Das pralle Leben macht Spaß und Freude. Kräftige Farben, starke Kontraste, klare Formen ziehen unser Interesse an, unwillkürlich wenden wir uns solchen Reizen zu. 

Wir verlieren das Interesse, wenn sich die Blüten verfärben, fleckig werden und langsam abfallen (außer, dass wir vielleicht fragen, wo denn der schönste „Indian summer“ zu finden wäre). Wir gehen achtlos an Häusern mit abblätterndem Verputz vorüber. Vieles, das alt wird, wird hinter einem Schleier verborgen.

Dabei wird ein wesentlicher Teil der Welt, unserer Umwelt, ausgeblendet. Schade eigentlich. Denn es gibt viel zu entdecken und ich meine, da ist auch viel Interessantes dabei, und Schönes. Die Hinwendung zu solchen, eher als unattraktiv erlebten Dingen und Motiven, war eine langsame und ist noch immer zurückhaltend. 

Es ist ein Projekt, das ich kaum je aktiv verfolge – ich nehme mir nicht vor, jetzt an diesem Thema zu arbeiten, ich suche nicht. Die Bilder entstehen dann, wenn die Stimmung passt, meine eigene und die meiner Umwelt.

So werden dem Portfolio immer wieder einmal neue Stücke hinzugefügt. 

Einige Bilder, die auf diesem Weg entstanden sind, zeige ich hier.


Übungen in Schwarz/Weiß

Bei der Betrachtung vieler Bilder so mancher mehr oder weniger ausgewiesener Photographen habe ich die Ausdrucksstärke und Kraft von Photographien in Schwarz/Weiß kennengelernt. Obwohl ich an sich eher zu Farbbildern neige, bin ich immer wieder zum monochromen Typus zurückgekommen. 

Und irgendwann reifte der Entschluss, das Schwarz/Weiß – Genre mit Energie und Konzentration einmal auszuprobieren. Es hat gedauert, bis ein Objekt oder besser viele Objekte einer bestimmten „Spezies“ gefunden waren. Rasch ist eine Sammlung gewachsen. Motivauswahl, Variation photographischer Technik, das bewusste Abweichen von photographischen Regeln und sonst unterschiedliche Herangehensweisen sowie ein gezielter Einsatz der digitalen Dunkelkammer haben dazu beigetragen, ungewöhnliche Bilder zu erschaffen. Vielleicht sprechen sie ja auch euch an.

Abschließen konnte ich auch dieses Projekt mit einer Ausstellung. Wieder ist die Tummelplatz Galerie in Linz der Platz für meine Photographie geworden. 


Über das Innenleben der Bäume

Der Wald ist ein bevorzugter Aufenthaltsort in meiner Freizeit. Immer wieder könnte man mir bei Spaziergängen oder auf ausgedehnten Wanderungen begegnen. Unterwegs bin ich gerne in Gesellschaft aber auch alleine. Dann genieße ich die Farben, den Duft, das Rauschen der Blätter und die Stimmen der Vögel, die Ruhe vor allem. 

Über viele Jahre sind mir die signifikanten Veränderungen durch Nutzung und unbestreitbaren Klimawandel nicht verborgen geblieben. Immer wieder bin ich an großen Stapeln geschlägerter Bäume vorbeigegangen. 

Mit wenig Interesse, bis mir einmal deutliche Veränderungen an den Schnittflächen aufgefallen sind. Die Formen und Muster haben mich richtig elektrisiert. Ich habe Informationen über das Wie und Warum bei einem versierten Förster eingeholt und erfahren, dass es sich in der Regel um krankhafte Veränderungen handelt, die vom Umweltstress auch noch verstärkt werden.

Durch die Entdeckung eines großen Schlägerungsgebietes und mehrerer Holzstapel ist mir dieses Projekt quasi vor die Füße gefallen. Meine Phantasie wurde regelrecht beflügelt. 

Rasch hat sich ein ansehnliches Portfolio angesammelt. Abgeschlossen habe ich das Projekt mit einer Ausstellung. Die Tummelplatz Galerie ist der Platz für meine Photographie geworden.

Nachfolgend zeige ich einige Aufnahmen aus diesem Portfolio, dem ich von Zeit zu Zeit weitere Aufnahmen hinzufüge.