Ausstellungen


Begegnungen

Ausstellung

Tummelplatz Galerie
Tummelplatz 4
4020 Linz

19.11.2026 – 17.12.2026

Das Reisen und der Drang, Neues kennenzulernen, sind heute fixer Bestandteil im Leben vieler Menschen, ganz besonders jener in den entwickelten Regionen rund um die Welt. 

War das Reisen einst nur wenigen begüterten Menschen vorenthalten, so hat die Entwicklung moderner Verkehrsmittel Möglichkeiten für viele geschaffen. Die Beweggründe sind einerseits (vermeintliche) Erholung und andererseits (ganz allgemein) fremde Länder und Kulturen kennenzulernen. Gemeint sind damit in aller Regel beeindruckende Naturschauspiele und historische Bau- und Kunstwerke. Ganz selten rücken die in den besuchten Ländern lebenden Menschen in den Blickpunkt der Reisenden.

Begegnungen mit Menschen gehören aber zu jenen Ereignissen, die unser Menschsein von Anfang an formen und prägen. Sie geben uns wichtige Impulse für unser lebenslanges Wachsen und helfen uns, unseren Platz in der Gesellschaft, in der Welt zu finden und ihn allenfalls auch zu verändern. So können wir besondere Eindrücke in der Fremde finden, wenn wir uns (mehr oder weniger) auf die Bevölkerung vor Ort einlassen. 

Die Zusammentreffen mit der lokalen Bevölkerung, mit fremden Menschen haben für Gerhard Breindl auf seinen Reisen große Bedeutung erlangt. Dabei geht es nicht um geplante, vorbereitete Treffen, sondern stets um die spontane Begegnung. Ein wichtiger Beweggrund dabei ist immer, auf die Lebensrealität der Menschen einzugehen, aber ganz besonders die Würde der Menschen zu wahren.

Egal, ob flüchtig, mit stiller, fast pantomimischer Kontaktaufnahme, oder intensivererAuseinandersetzung sind auf seinen Reisen Bilder mit beeindruckender Präsenz entstanden. Es sind Bilder die einen „ergreifen“, die uns berühren.

Die in dieser Ausstellung gezeigten Bilder sind bei einer etwas mehr als zweiwöchigen Reise in Afrika aufgenommen worden.


Schwarz/Weiß. Und Licht!

Ausstellung

Tummelplatz Galerie
Tummelplatz 4
4020 Linz

25.4.2024 – 23.5.2024

Es sind scheinbar bedeutungslose (oder nur für die wirklich Betroffenen bedeutende) Objekte, verstreut in der Landschaft, für manche sind sie vielleicht ein optisches Ärgernis. Unförmig, wie sie sind, verstecken sie sich manchmal, oft aber heben sie sich deutlich ab und drängen sich in den Vordergrund. Sie scheinen die Banalität an sich zu verkörpern, Attraktivität verströmen sie nicht. Eine Annäherung, in welcher Form auch immer, verspricht nichts. 

Dieses fast verschämte „Nicht-auffallen-Wollen“, diese „Rühr-mich-nicht-an-Mentalität“ hat das Interesse von Gerhard Breindl geweckt und seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dabei steht nicht der Wert oder die Verwendung im Fokus, nein, nur der ästhetische Gehalt steht im Mittelpunkt der Betrachtung. Die Photographie von Gerhard Breindl will und kann in diesem Sinne auch keine bewertende oder beurteilende Funktion einnehmen.

Es hat Zeit gebraucht, eine intensive Beschäftigung und häufige Erkundungen, die Potentiale dieser Objekte herauszufinden, Strukturen und Formen zu erkennen und letztlich eine völlig neuartige Motivwelt zu erschließen. 

Schon bald ist klar geworden, dass sich mit einer Ausarbeitung und Präsentation in Schwarz/Weiß die besten und einprägsamsten Ergebnisse erzielen lassen. 

So gelingt es Gerhard Breindl, einem unbeachteten, gerne übersehenen Objekt eine neue ästhetische Bedeutung zu geben. Ausgehend von der konkreten Erscheinung entstehen abstrakte Bilder, denen Betrachter:Innen (wenn das gewollt ist) wieder eine konkrete Bedeutung geben können, die völlig unabhängig vom photographierten „Motiv“ besteht. 


Innen.Ansichten.

Ausstellung

Tummelplatz Galerie
Tummelplatz 4
4020 Linz

3.11.2022 – 1.12.2022

Die Wälder im Osten und Südosten Österreichs gehören zu Gerhard Breindls bevorzugten Wandergebieten. Es ist offensichtlich, dass sich bei seinen Erkundungen viele Möglichkeiten für interessante Aufnahmen ergeben. Die Aufmerksamkeit wurde oft auch von den meist unbeachteten Dingen angezogen. Immer wieder hat er auf seinen Streifzügen in den Wäldern kleinere und auch größere Holzlager entdeckt und dabei auch einige auffallende Motive photographiert. 

So ist eine anfänglich kleine Sammlung von Bildern zu einem signifikanten Portfolio angewachsen. 

Nur bei ganz genauem Hinsehen wird man die interessanten Zeichnungen an den Schnittstellen der Stämme überhaupt bemerken.
Es sind – leider – die kranken Stämme, die die schönsten Bilder hervorbringen. Vom Zufall und im Detail wenig nachvollziehbaren Bedingungen geleitet, entwickeln sich im Inneren der Stämme die unterschiedlichsten Motive.

Manche sind klein und klar strukturiert, andere zerlaufen zu größeren Aquarell-artigen Flächen; manche bleiben in den Gelb- und Brauntönen des Holzes, andere addieren rote und blaue Farben. Findige Leute haben aber auch für die „kranken“ Hölzer ökonomisch interessante Lösungen gefunden, füllen die in Mitleidenschaft gezogenen Teile mit Kunststoff und gewinnen dadurch gefragte Design-Elemente in der Einrichtung von Wohnungen und anderen Objekten.

Ein wenig Biologie

Ein wenig Biologie: Geschaffen werden die Motive von parasitischen und saprophytischen Pilzen. Die Pilzsporen dringen vorwiegend über die Wurzeln in den Stamm vor, wo sie sich in unterschiedlichen Formen, abhängig von der Widerstandsfähigkeit der Bäume ausbreiten und langsam das Kernholz zersetzen. Leider beschleunigen die extremen Klimabedingungen, einerseits große anhaltende Hitze, andererseits umfangreiche Regenfälle und hohe Feuchtigkeit diese Prozesse und schädigen so den Baumbestand.

Mit ihrer „Arbeit“ schaffen die Pilze aber eine großartige Motivwelt. Das Festhalten in Photographien und die Präsentation in einer Ausstellung geben diesem Detail natürlicher Entwicklung eine öffentliche Bühne. Dabei entsteht gerade in diesem Fall eine besondere Qualität im Beziehungsdreieck zwischen Photograph, Motiv und Betrachter:Innen. 

Es sind Bilder, die Möglichkeiten zum Weiterdenken und Reflektieren einräumen. Die Motive sprechen besonders die individuelle Phantasie an und lassen, beeinflusst durch Erfahrungen, Erlebnisse und eigene Assoziationen bei den Betrachter:Innen ganz unterschiedliche Interpretationen entstehen. So wird der Prozess der Entstehung eines Bildes von der Entdeckung und dem Festhalten tatsächlich erst in der Betrachtung und immer wieder neu und anders zu einem Ende gebracht, mit einer immer ganz eigenen Benennung. 

Die Arbeiten ziehen uns hinein in das Innere der für uns so bedeutenden und uns in so vielfältiger Weise berührenden Welt der Bäume. Wenn die Betrachter:Innen sich darauf einlassen, gewinnen sie so eine neue Sicht und entdecken eine neue Dimension eines Details unserer Welt. 


Gemeinschaftsausstellungen